Am 6. Juli 2025 sattelten zwölf gut gelaunte Reiterinnen ihre Islandpferde und Aegidienberger für einen Sonntagsausflug zum Gertrudenhof von Kathrin Schaefter-Kehr. Voller Vorfreude und unbeirrtem Optimismus hatten wir den Regenradar ignoriert – schließlich war nach den heißen Tagen ein bisschen Abkühlung willkommen.
Bei Tölt, Trab und Galopp hinterließen wir zunächst die typischen Staubwolken eines trockenen Sommers – doch nur auf den ersten Kilometern. Bei bedecktem Himmel und auffrischendem Wind hatte das Wetter – wie vorhergesagt- deutlich andere Pläne. Aus vereinzelten Tropfen wurde ein beständiger Regen, der selbst guter Ausrüstung einiges abverlangte.
Nass bis auf die Haut
Auf den letzten Kilometern wurde es plötzlich Herbst und uns wurde kalt. Den Pferden war es egal. Nach dem Absatteln genossen sie eine ausgiebige Pause im Garten und auf einer der umliegenden Wiesen. Sie freuten sich über hohes Gras, wir über heißen Tee, Kaffee, einen wärmenden Grill, trockene Kleidung und eine überdachte Terrasse mit Decken. Der Regen prasselte auf das Dach und ein Fön wurde zu unserem besten Freund.
Sekt, Rosen und Lavendel
Der Anblick tropfnasser Rosen und Lavendel vor dem historischen Fachwerk verlieh dem Ganzen einen besonderen Charme. Bei einem Glas Sekt und guten Gesprächen beobachteten wir unsere vier Stuten auf der angrenzenden Wiese – die deutlich zahlreicheren Wallache genossen derweil ihren eigenen Bereich: was für ein Luxus. Neben den besten Würstchen wartete ein vielfältiges Buffet mit unseren Lieblings-Rezepten aus eigener Küche. Wir können nicht nur gut reiten, sondern auch gut kochen und backen.
Auf dem schnellsten Weg zurück
Nach wärmenden Stunden traten wir -inzwischen wieder trocken – gut gestärkt und lachend den Rückweg an. Wir entschieden uns für den schnellsten Weg. Die Pferde waren motiviert und hätten die Strecke gerne noch schneller zurückgelegt. Die Luft war klar und kühl, der Regen nur noch leicht. Zufrieden, müde und erneut etwas durchnässt erreichten wir das Gangpferdezentrum.
Herzlichen Dank an ein großartiges Team
Ein großes Dankeschön an unsere Freizeitwartin Susanne Morak für die Organisation und für die Bilder und Videos – sowie an Kathrin Schaefter-Kehr für die souveräne Leitung und an ihren Mann für die außergewöhnliche Gastfreundschaft. Es ist nicht selbstverständlich, mit zwölf Pferden einfach im Garten willkommen zu sein.
Ein ebenso herzliches Dankeschön an alle Mitreiterinnen und an unsere großartigen Pferde – sie haben aus einem regnerischen Sommertag ein Erlebnis gemacht, das uns lange in Erinnerung bleiben wird. Denn manchmal sind es die unerwarteten Wendungen, die einen Tag unvergesslich machen.
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